ASTRA-PROJEKT N13: LWL-TRANSITKABEL KANTONSGRENZEN TI/SG

Seit 1996 wurde im Kanton Graubünden das Lichtwellenleiter-Netz (LWL) entlang der Nationalstrasse N13 zwischen Roveredo und der Kantonsgrenze GR/SG kontinuierlich ausgebaut. Das bestehende LWL-Netzwerk verfügt über einen guten Qualitätsstandard für Kurzdistanzbereiche und erfüllt somit die Anforderungen einer LAN-Struktur.

Um zukünftig eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Verkehrsüberwachungsanlagen garantieren und sicherheitsrelevante Systeme redundant aufbauen zu können, wurde 2012 im Auftrag des Bundesamtes für Strassen (ASTRA), Filiale Bellinzona mit der Aussenstelle Thusis, eine neue LWL-Transitstrecke von der Kantonsgrenze TI/GR bis an die Grenze Graubünden/St. Gallen ausgeschrieben. Das Ziel dieses Projektes war, das bestehende LWL-Netzwerk mit einem zusätzlichen LWL-Transitkabel zu entlasten sowie überregionale Anwendungen und Transitverbindungen (WAN-Struktur) sicherstellen zu können.

Im Anschluss an das öffentliche Ausschreibungsverfahren gewann die Curea Elektro AG in Landquart dank ihrem grossen Engagement im Herbst 2012 das Grossprojekt im Rahmen der ASTRA-Richtlinien. Das Ausführungsprojekt wurde minutiös geplant. Zusammen mit den kompetenten, lokalen Ingenieurbüros Mullis+Cavegn AG (Projektleitung) und Fibertech A. Jetzer (Bauherrenunterstützung) wurde die Realisierung detailliert und präzise vorbereitet.

Der Terminplan wurde aufgrund des Ausbaus der Rohranlage und der verschiedenen Infrastrukturanlagen in mehrere Etappen unterteilt. Der Start erfolgte im Frühjahr 2013 und die Arbeiten konnten im vergangenen Herbst 2015 fachgerecht abgeschlossen werden. Die zu verlegende Kabelanlage umfasste ca. 120 km Glasfaserkabel mit 216 Fasern, welche in grösstmöglichen Teilabschnitten nach der heutigen Einblastechnologie in die vorhandene Riefenrohranlage entlang der N13 verlegt wurden. Die überaus schwierige Kabelverlegung unter möglichst geringer Beeinflussung des Verkehrs auf der N13 wurde kompetent und den Vorgaben der Projektleitung entsprechend umgesetzt. Um die Sicherheitsvorgaben des ASTRA entlang der N13 einhalten zu können, wurde auch eng mit der jeweiligen Gebietseinheit des Tiefbauamtes Graubünden zusammengearbeitet.

Was die technische Seite der LWL-Anlage betrifft, mussten auf der gesamten Strecke insgesamt ca. 32 FIST-Verbindungsmuffen erstellt werden. Die geplanten Ausstiegspunkte wie der Stützpunkt San Bernardino Süd, Werkhof Thusis und Kreisel Chur Süd wurden mit einem neuen ODF-Schranksystem ausgerüstet, entsprechend den Fachvorgaben vorbereitet und fachgerecht gespleisst. Auch die beiden Endpunkte, die Zentrale CPS Tunnel San Fedele (Umfahrung Roveredo) im Süden sowie die Raststätte Heidiland im Norden, mussten entsprechend der vorhandenen Infrastruktur erweitert und ausgebaut werden. Insgesamt wurden mit unseren LWL-Spleissern rund 8’500 Stück qualitativ sehr hochwertige LWL-Spleissungen realisiert. Den Projektabschluss bildeten die erforderlichen OTDR-Messungen über die vier Teilabschnitte Roveredo bis Grenze Graubünden/St. Gallen. Die installierte LWL-Kabelanlage entspricht nun einem qualitativ sehr hochwertigen, übergeordneten LWL-Netzwerk im Transitbereich.

Wir bedanken uns bei dem Bauherrn und der Bauleitung für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen. Darüber hinaus ein grosses Dankeschön an die Montageteams für ihre Flexibilität und ihr Engagement trotz schwieriger Bedingungen.